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Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB)

Planung der Zukunft

Im Rahmen ihrer ordentlichen Versammlung genehmigten die Delegierten des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) das Budget für das Jahr 2019. Gleichzeitig wurden die Delegierten über künftige Projekte wie die Optimierung des Energieparks Bazenheid, die Phosphorrückgewinnung oder die neuen Unterrichtsmodule für Schulen informiert.

Das Budget des ZAB geht für das Jahr 2019 von einem konsolidierten Gesamtertrag von rund 35 Millionen Franken aus und präsentiert sich nach Abschreibungen von rund 3,9 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3,7 Millionen Franken. Dieser soll grundsätzlich für die Bildung von Rücklagen für zukünftige Projekte vorgesehen werden. Das Budget basiert auf rund 145‘000 Tonnen Abfällen, die in den thermischen Anlagen Bazenheid verarbeitet werden.

Optimierung Energiepark Bazenheid

Nachdem in den Jahren 2012 bis 2014 mit der Erneuerung der Ofenlinie 1 sowie der Inbetriebnahme einer 40-bar-Turbine die thermischen Anlagen in Bazenheid in weiten Teilen erneuert werden konnten, werden momentan die Planungsarbeiten für eine weitere Optimierung des Energieparks vorangetrieben. Im Zentrum dieser Optimierung steht der Ersatz der nasschemischen Rauchgasreinigung mit einer Trockenreinigung. Verbunden damit soll auch die 35-jährige Feuerung der Linie 3 ersetzt werden. Nachdem in den letzten Jahren die Stromproduktion mehr als verdoppelt werden konnte, wird es in den kommenden Jahren darum gehen, die Anlagen nochmals qualitativ zu verbessern. Im Vordergrund steht die Reduktion des Eigenenergiebedarfs, dies bei mindestens gleichbleibender Leistung zu Gunsten der Umwelt.

Phosphorrückgewinnung auf Kurs

Seit Jahren fokussiert sich der ZAB auf die energetische Verwertung der Abfälle sowie auf die Rückgewinnung von Rohstoffen. Dazu soll künftig auch Phosphor gehören. Da die aus der Schlammverbrennungsanlage anfallende Asche phosphorhaltig ist, drängt sich eine weitergehende Nutzung dieser Asche auf. In Zusammenarbeit mit Partnern ist der ZAB bestrebt, den in der Asche enthaltenen Phosphor in der Form von Dünger wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. Mit der Bekanntgabe der Qualitätsanforderungen für Düngerprodukte aus der Rückgewinnung von Phosphor durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sind nun die Grundlagen für einen weiteren Entwicklungsschritt gelegt.

Die technische und wirtschaftliche Machbarkeit für die Rückgewinnung und Veredelung des Phosphors am Standort Bazenheid ist mittlerweile nachgewiesen und entsprechende Gespräche mit Behörden sowie möglichen Partnern und Abnehmern der Düngerprodukte sind im Gange. Bis im Herbst 2019 wird es darum gehen, ein entsprechendes Bauprojekt am Standort Bazenheid für die Düngerproduktion auszuarbeiten.

Wahlen in Verwaltungsrat und Kontrollstelle

Auf der Traktandenliste der Herbstdelegiertenversammlung standen auch Wahlgeschäfte in die Organe des ZAB. Nach fünfjähriger Tätigkeit trat Gaby Krapf, Stadträtin aus Gossau, aus dem Verwaltungsrat des ZAB zurück. Als ihr Nachfolger wählten die Delegierten Roland Hardegger, Gemeindepräsident von Zuzwil und bisher Mitglied der Kontrollstelle, neu in den Verwaltungsrat. Als neues Mitglied der Kontrollkommission wurde Claudia Martin, Stadträtin aus Gossau, gewählt.

Abfallwerkstatt und Energielabor

Zusammen mit dem Verein „Energietal Toggenburg“ hat der ZAB in den vergangenen Monaten zwei neue Unterrichtsangebote für Primarschulen erarbeitet. Die neuen schulischen Angebote für die Primarschulen werden im Einzugsgebiet des ZAB angeboten und auch durch den ZAB finanziert. Die Lehrkräfte, welche den Abfall- und Energieunterricht in den Schulen durchführen, werden durch das Energietal Toggenburg ausgebildet und in den Schulen eingesetzt.

Im Zentrum der Angebote stehen ein Modul „Abfallwerkstatt“ für die 2./3. Klasse sowie ein Modul „Energielabor“ für die 4./5. Klasse. Abfälle sind Rohstoffe. Metalle, Kunststoffe oder Altglas können mithilfe von Recycling in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Stoffe, die sich nicht für die Wiederverwertung eignen, lassen sich über die Verbrennung in Wärme und Strom umwandeln. Diese Themen bringen das Energietal Toggenburg sowie ZAB anschaulich mit Experimenten und Spielen in die Schule. Die beiden Module sind kompatibel mit dem Lehrplan 21 und befinden sich im Moment in einer Testphase. Sie werden ab dem 2. Semester des Schuljahres 2018/2019 ab Februar 2019 für die Schulen zur Verfügung stehen.


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