Direkt zum Inhalt springen

Stadtführung in St. Gallen

14.November.13

Am Donnerstag, 7.11.13 fuhren wir (4./5.Kl. Knaus und 5./6.Kl. Suter) am Mittag nach Schulschluss mit den ÖV Richtung St. Gallen. Dort angekommen, liefen wir ins St. Leonhard Pärklein und nahmen dort unser Mittagessen ein. Nach dem Essen gingen wir zu einem Haus, wo wir Frau Deuel trafen. Sie führte uns durch die Stadt. Am Anfang der Führung erzählte sie etwas über die Stadt, unter anderem, dass St. Gallen auf 670m.ü.M. liegt und früher die höchstgelegene Stadt Europas war. St. Gallen ist eingebettet zwischen dem Rosenberg und dem Freudenberg. Vor 100 Jahren verkaufte die Stadt 50% der weltweit produzierten Stickereien. 
Danach spazierten wir ins Bleicheli Quartier. Früher wurden hier lange Stoffbahnen gebleicht, indem man sie aufhängte. So kam die Stadt zum Namen „die weisse Stadt“. Pipilotta Rist verwandelte das Bleicheli in den roten Platz, da sie die Farbe Rot liebt. Der rote Platz dient heute als eine Art Relax-, Spiel- und Begegnungs-Oase. In der Altstadt sahen wir viele Jugendstilhäuser mit schönen, aber auch komischen Verzierungen und natürlich viele Erker. Diese dienten als Statussymbol, mit den Erkern wollte man bluffen. Ein Erker gab aber auch mehr Licht für die Arbeit in den Stuben und ermöglichte eine gute Sicht auf die Gassen, denn die Gassen waren früher noch schmutzig. So konnten die edlen Frauen schauen, was los ist, ohne schmutzig zu werden. Im Jahr 1418 brannte die Stadt nieder. Die reichen Leute bauten danach Steinhäuser, da diese nicht so leicht brannten. Die ärmeren Leute bauten sich Holzhäuser mit einem Verputz, so dass es wie ein Steinhaus aussah. Frau Deuel erzählte uns etwas über Vadian. Er war ein berühmter St. Galler, studierte verschiedene Fachrichtungen in Wien. Er war der St. Galller Reformator. 
Die Führung ging nun zur Kathedrale, die vor 250 Jahren im Barockstil gebaut wurde und Sitz des Bischofs ist. Wir lernten, dass Gallus kein Irischer Mönch war, sondern aus dem Elsass kam. Achtzig Jahre nach seinem Tod gründete Othmar das Kloster. In der Kathedrale hängt die Gallusglocke, die ca. 1400 Jahre alt ist. In der Stiftsbibliothek, die übrigens seit 1767 besteht und UNESCO Weltkulturerbe ist, sahen wir die Mumie von Schepenese. 160‘000 Bücher sind dort gelagert. Wir sahen eine Bibel, die 840 Seiten hatte, dafür mussten 210 Schafe geschlachtet werden. 
Dann war die 1½ stündige Führung schon zu Ende. Nach Hause fuhren wir auch wieder mit dem ÖV.

Nicolas Reichmuth