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Überarbeitung Schutzverordnung Bereich Natur und Landschaft

Aktuell liegen für die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil zwei Schutzverordnungen vor, eine für die ehemalige Gemeinde Bütschwil (aus dem Jahr 1994, Revisionen 1997 und 2002) und eine für die ehemalige Gemeinde Ganterschwil (aus dem Jahr 1980, Revisionen 1981 und 1998).

Die beiden Schutzverordnungen verfolgen grundsätzlich dieselben Schutzziele und unterscheiden sich nur unwesentlich in den Vorschriften. Gewisse Inhalte werden allerdings anders geregelt: So sind Denkmalschutz und Naturschutz in Ganterschwil Teil derselben Schutzverordnung, während in Bütschwil eine separate Schutzverordnung für Ortsbilder und Bauten besteht.

Der Erlass dieser beiden Schutzverordnungen liegt einige Zeit zurück. Der Naturbegriff wie auch der Stellenwert des Naturschutzes haben sich zwischenzeitlich stark verändert. Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die geometrische Genauigkeit von Planungsgrundlagen aufgrund der heute verfügbaren Mittel wie Orthofotos und GPS stark zugenommen haben. So erfüllt die aktuelle Abgrenzung der Schutzgebiete weder die Ansprüche der Rechtssicherheit, noch eignet sie sich als Grundlage für den Abschluss von Pflegevereinbarungen.

Die Schutzverordnungen wurden bezüglich Natur- und Landschaftsschutz von der Naturschutzkommission in Zusammenarbeit mit der GeOs GmbH, Degersheim, überarbeitet und zusammen geführt. Die Kartierung/Feldaufnahmen der potenziell schützenswerten Objekte erfolgten zwischen April 2017 und Oktober 2018 durch die GeOs GmbH, Degersheim. Basierend auf diesen Erhebungen wurde aus fachlicher Sicht eine Schutzempfehlung für die jeweiligen Objekte abgegeben.

Die Schutzverordnung besteht aus dem Schutzplan mit dem zugehörigen Verzeichnis der Schutzobjekte sowie dem Schutzverordnungstext, welcher die Vorschriften für die jeweiligen Objekttypen regelt. Diese umfassen folgende Kategorien:

  • Naturschutzgebiete und Übergangsbereiche (Pufferzonen)
  • Narzissenschutzgebiete
  • Hecken, Feld- und Ufergehölze, Baumreihen
  • Einzelbäume und Baumgruppen
  • Amphibienlaichgebiete/Biotope
  • Geotopschutzgebiete und -objekte
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Lebensräume (Lebensraum Kerngebiet und Auenschutzgebiet) und Übergangsbereiche (hydrologische Pufferzonen)
  • Wildruhezonen

Die überarbeitete (neue) Schutzverordnung wurde nun dem Baudepartement St. Gallen zur Vorprüfung eingereicht. Vor dem Auflageverfahren wird die Öffentlichkeit zweckmässig informiert.


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